Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich mit anderen Ländern im Bahnsport da ???

  • Christian Weber , der Speedway-Professor und alle anderen im Forum.

    wo sind wir im internationalen Vergleich mit anderen LÄNDERN, was haben wir vorzuweisen????

    Deutschland hat im Langbahnsport den WM-Titel der Mannschaften und Michi Härtel ist Vize-WM.

    Auf der Kurzbahn haben wir glaube ich nichts vorzuweisen.

    Ursachenforschung : Fehlanzeige

    Möchte ganz gern andere Meinungen zu unserem Sport hören.

    Danke im Voraus, Gruß an alle Bahnsport-Fans

  • Wo soll man da anfangen ...


    Eigentlich steht Deutschland international gar nicht so schlecht da, aber es mangelt beim Speedway seit ewigen Zeiten an vorzeigbaren sportlichen Erfolgen.


    Wir haben in Deutschland immerhin noch ca. 25 Speedwaybahnen, das kann sich mit den großen Speedwaynationen messen. Kaum ein anderes Land hat mehr Speedwaybahnen als wir.


    Wir haben auch (immer noch) relativ viele Fahrer, obwohl die jetzt immer weniger werden. Trotzdem sieht es bei uns noch relativ gut aus, wenn man das mal mit Nationen wie Tschechien, Ungarn, Slowenien, Italien, oder Österreich vergleicht.


    Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass alles wie vor fünfzig Jahren nur auf Amateurbasis organisiert ist. Ein professionelles Set-up würde unseren Sport einen großen Schritt nach vorne bringen.


    Wie man das erreichen könnte? Eine funktionierende Liga etablieren. Aber wie schwer das ist, sieht man ja zur Zeit gerade wieder, wo viele Clubs lieber nur noch ein einziges Bundesligarennen pro Jahr haben wollen, als einen "richtigen" Ligawettkampf Team gegen Team, mit mehreren Heimrenne pro Saison. Leider haben wir in Deutschland nicht genügend Clubs die dazu in der Lage sind, bzw. die das überhaupt wollen.


    Solange wir keine professionell organisierte Speedwayliga in Deutschland haben, so lange haben unserer Nachwuchsfahrer auch keine vergleichbaren Perspektiven wie die jungen Fahrer in Polen, Dänemark, Schweden, Russland oder England. In all diesen Ländern können die Fahrer bei den dortigen Ligaclubs professionell oder zumindest semi-professionell ihren Sport betreiben. Das ist eine Perspektive für eine jungen Fahrer.

  • ...die Katze beißt sich wie immer in den Schwanz...ohne Moos nix los...und ohne die vielen Ehrenamtler, vor denen ich regelmäßig meinen Hut ziehe, wäre Speedway in DE schon längst tot...

  • Die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Clubs ist gar nicht hoch genug zu schätzen. Als Unterbau auf Amateurbasis ist das für jeden Sport unverzichtbar. Der Spitzensport sollte aber eine möglichst professionelle Organisation haben. Beim Speedway fehlt in diesem Land aber die professionelle Spitze des Sports.

    Ich hatte große Hoffnung, dass sich die Bundesliga schön langsam in diese Richtung entwickelt. Der AC Landshut macht es allen anderen Club ja vor, wie die Entwicklung in etwa laufen sollte, damit man irgend wann mal in Deutschland eine professionell aufgestellte Bundesliga als Vorzeige-Bewerb etablieren kann. Leider ziehen da viel zu wenige andere Clubs mit. Die meisten wollen lieber, wie schon seit ewigen Zeiten, ihre offenen Einladungsrennen fahren. Damit wird sich bei uns aber nie was ändern, und wir werden nie ein höheres Level erreichen und den Anschluß an die führenden Speedwaynationen dieser Welt finden.