Posts by wotan91

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    Ist man nicht in der Lage 2 Tage vor einem Rennen die korrekte Aufstellung zu veröffentlichen, oder sind das manchmal auch taktische Spielchen wie zb. beim Fußball. Ich meine das Erik noch nicht Fahren kann, sollte ja dem ACL als erstes bekannt sein.

    Man ist durchaus in der Lage die korrekte Aufstellung zu veröffentlichen und das hat man auch getan. Dies ist der taktischen Ausrichtung des Rennens geschuldet.

    Plötzlich Playoff-Kurs

    Trans MF Devils feiern beim 51:39 gegen Krakau den dritten Sieg hintereinander, holen auch den Zusatzzähler und erobern Rang vier in der polnischen Speedway-Nationalliga.

    Erst fünf Niederlagen, nun drei Siege hintereinander, binnen drei Wochen vom letzten Tabellenrang rauf auf Platz vier – die Trans MF Landshut Devils steuern in der polnischen Nationalliga plötzlich Playoff-Kurs. Ein fulminanter Umschwung, für den Erik Riss eine simple Erklärung parat hat: „Jetzt läuft’s bei allen so, wie’s laufen soll“, sagte der Schwabe nach dem verdienten 51:39-Heimerfolg über Speedway Krakau, mit dem die Niederbayern nach dem 42:48 im Hinspiel sogar noch das Bonuspünkterl im direkten Vergleich (93:87) einsackten und ihr Konto auf acht Zähler aufstockten.

    Zur sonntäglichen Spazierfahrt für die Devils-Familie geriet die Begegnung mit dem Klassenneuling vor 1.600 Zuschauern in der OneSolar-Arena Ellermühle freilich nicht. Zumal sich die Gäste aus Polen nach der deftigen 26:64-Schlappe in Pila mit ihrem Toppiloten Richard Lawson kurzfristig auf eine Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses verständigt hatten. Wohl zwischen Daumen und Zeigefinger, wie zu hören war. Der 39-jährige Brite sammelte bei sechs Einsätzen prompt 14 Punkte. Auf der anderen Seite kamen Riss und Charles Wright bei ihrem jeweils vierten Match binnen vier Tagen körperlich fast auf der letzten Rille daher. Der Engländer hatte überdies Pech: Er stürzte in Lauf vier und stieg im Wiederholungsrennen aus. Marlon Hegener war allein gegen Dawid Rempala (3)/Dawid Grzeszczyk (2) chancenlos – 1:5 und somit 12:12 zum ersten Bahndienst.

    Wow-Effekt: Wölbert und


    Wright „schnupfen“ Ivacic

    Das Malheur sorgte im Landshuter Lager allenfalls für ein Achselzucken. Auf dem Oval folgte postwendend eine leidenschaftliche Reaktion: mit einem souveränen 5:1 von Leon Flint (3)/Kim Nilsson (2) gegen Rempala (1)/Jesse Mustonen und alsbald mit einem weiteren spektakulären Doppelerfolg zum 25:17. Kevin Wölbert flog in Lauf sieben ausgangs der ersten Kurve förmlich an Milosz Duda sowie Matic Ivacic vorbei, und Wright fing den ausgebufften Slowenen nach einigen vergeblichen Attacken doch noch kurz vor der Zielflagge ab. Ein Wow-Effekt. „Die Jungs haben das hochkonzentriert durchgezogen“, befand ACL-Sportleiter Klaus Zwerschina.

    Das gilt auch für Leon Flint: Der pfeilschnelle U 24-Pilot verbuchte gegen Ivacic bereits seinen dritten Laufsieg. Nach einem glimpflichen Sturz samt Ausschluss von Wölbert erkämpfte Flint hinter Lawsen und vor Rempala zwei weitere wertvolle Punkte (35:31). Für klare Verhältnisse sorgten Nilsson (3) und der rotzfreche Jungspund Mario Häusl (2) sowie Riss (3) und Wright (2) gegen Bartosz Szymura (1)/Duda respektive Rempala (1)/Ivacic zum 45:33. „Das war ein Musterbeispiel für eine geschlossene Teamleistung“, lobte Zwerschina.

    Die Begeisterung auf der Tribüne war so groß wie schon lange nicht mehr. Jedenfalls bis zum finalen Rennen. Da mischte sich ein fetter Wermutstropfen in den üppig gefüllten Freudenkelch. Flint knallte im ersten Bogen auf die Piste und zog sich eine schmerzhafte Verletzung im Schulterbereich zu. Vom „Fahrer des Tages“ zum tragischen Helden – ein schmaler Grat. Im Wiederholungslauf machte Nilsson gegen Lawson (2) und Rempala (1) mit einer atemberaubenden Schlussvorstellung den neunten „Dreier“ für die Devils perfekt. „Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht“, resümierte Zwerschina nach der Sechs-Punkte-Doppelschicht in Oppeln und gegen Krakau: „Wir sind zurück im Kampf um die Playoffs.“ Wenn’s läuft, dann läuft’s eben!

    Trans MF Landshut Devils (51 Punkte): Kevin Wölbert (7), Charles Wright (7), Kim Nilsson (12), Leon Flint (11), Erik Riss (7), Marlon Hegener (1), Mario Häusl (6). – Speedway Krakau (39): Richard Lawson (14), Bartosz Szymura (1), Jesse Mustonen (0), Dawid Rempala (11), Matic Ivacic (8), Dawid Grzeszczyk (4), Milosz Duda (1). – Weiteres Ergebnis: Pila – Oppeln 48:39. – Tabelle: 1. Danzig 7 Rennen/13 Punkte; 2. Pila 7/11; 3. Gniezno 6/10; 4. Landshut 8/8; 5. Daugavpils 7/6; 6. Krakau 7/4; 7. Oppeln 8/2. (ms)